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Nachricht vom 26.03.15 | med.Logistica

Klinische Textilien: Mehrweg im Vorteil

Wäsche- und Bekleidungslogistik auf der med.Logistica

Der optimale Einsatz klinischer Textilien beeinflusst Arbeitsprozesse, Kosten und Qualität im Operationssaal. Die Vorteile von Mehrwegprodukten gegenüber Einwegvarianten in der Wäsche- und Bekleidungslogistik sowie Nachhaltigkeits-Kriterien im Beschaffungsmanagement beleuchtet die med.Logistica (6. und 7. Mai 2015), Kongress mit begleitender Fachausstellung in Leipzig. Zudem wird über die effiziente Lenkung von Warenströmen in der Textilversorgung informiert und eine Methodik zur Optimierung logistischer Steuerungs- und Prognosefunktionen am Beispiel klinischer Textillogistik vorgestellt. Die Vorträge zur Wäsche- und Bekleidungslogistik finden am 7. Mai 2015 zwischen 13.45 und 15.15 Uhr statt.

"Bislang ist der Produktpreis für die Mehrzahl der Krankenhäuser das ausschlaggebende Kriterium für die Beschaffung von OP-Textilien. Vorteile bei Handhabung und Hygiene oder Auswirkungen auf die Prozesseffizienz spielen bei Beschaffungsentscheidungen weniger eine Rolle", konstatiert Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff, Direktor am Center for Health Care Management and Regulation an der HHL Leipzig Graduate School of Management und Leiter des Centrums für Krankenhaus-Management (Uni Münster). "Oft wird bei klinischen Textilien deshalb auf Einwegprodukte fokussiert. Künftig aber werden ökologische Eigenschaften an Bedeutung gewinnen sowie qualitative Leistungsmerkmale wie Reißfestigkeit, Hygienesicherheit, Klebefähigkeit, Thermoregulationswirkung, Tragekomfort und Flüssigkeitsaufnahme. Und hier sind Mehrwegtextilien überlegen." Im Vortrag "Der OP der Zukunft: der Einfluss klinischer Textilien auf Arbeitsprozesse, Kosten und Qualität" auf der med.Logistica am 7. Mai 2015 erläutert er, worin die Vorteile beim Einsatz klinischer Mehrwegtextilien im Krankenhaus liegen (13.45 bis 14.15 Uhr).

Bessere Barriere gegen Keime

"Die bei Mehrwegprodukten eingesetzten Mikrofilamentgewebe oder beschichteten Laminate sind viel robuster, optimaler in der Thermoregulation, können mehr Flüssigkeit aufnehmen und ermöglichen durch ihre Keimbarrieren einen besseren Infektionsschutz", betont Professor von Eiff. Die Fasern seien zum Beispiel so konstruiert, dass sie Viren und Keime nicht nach innen ließen. Trotzdem könnten Schweiß oder verdunstete Körperflüssigkeit nach außen austreten, dies sorge für mehr Patientensicherheit und Tragekomfort beim Anwender. "Die Anforderungen an die Hygienesicherheit im Krankenhaus steigen, da postoperative Infektionen immense Kosten verursachen – im Durchschnitt 8.200 Euro je MRSA-Fall. Mindestens die Hälfte dieser Komplikationen gelten als vermeidbar", unterstreicht der Professor für Krankenhausmanagement. "Ein Baustein im Kampf gegen diese Infektionen ist die Verwendung klinischer Mehrwegtextilien."

Flexibler und besser am Bedarf orientiert

Ein weiterer Vorteil der textilen Mehrwegprodukte liege in ihrer Flexibilität: Die Set-Konfigurationen ließen sich den konkreten Bedürfnissen im OP viel individueller anpassen, so Professor von Eiff. "Einwegprodukte werden in großen Losgrößen produziert, die Hersteller verlangen eine Abnahmegarantie für mindestens ein Jahr. In dieser Zeit muss das Krankenhaus dann bei diesem Produkttyp bleiben", erklärt er. "Bei der Mehrwegvariante werden modulare Sets individuell gepackt und diese lassen sich beliebig eingriffs- oder patientenbezogen konfektionieren." Im Vortrag auf der med.Logistica geht er ebenfalls auf darauf abgestimmte logistische Prozesse, Anlieferungsformen und Wiederaufbereitungsanforderungen ein.

Nachhaltige Wertschöpfung

Nachhaltigkeit und Wertschöpfung vor Ort sind weitere Faktoren, die für Mehrwegtextilien sprechen: "Die Nachhaltigkeit von Produkten und Prozessen wird auch im Krankenhaus viel stärker in den Mittelpunkt rücken – forciert von der Politik im Hinblick auf Ressourcenschonung und Arbeitsplatzsicherung", hebt Professor von Eiff hervor. Im direkten Vergleich von Produktion über Logistik bis Entsorgung zeigten Mehrwegmaterialien eine deutlich bessere Ökobilanz. "Außerdem findet bei Mehrweg 80 bis 90 Prozent der Wertschöpfung innerhalb des eigenen Landes statt, während die Herstellung von Einwegprodukten heute im Wesentlichen ins Ausland verlagert ist."

Über die med.Logistica:
Die Kongressmesse med.Logistica wird am 6. und 7. Mai 2015 im Congress Center Leipzig zum dritten Mal veranstaltet. Sie richtet sich an Direktoren und Geschäftsführer von Krankenhäusern und Trägergesellschaften, an Bereichs- und Abteilungsleiter für Logistik, Einkauf, Wirtschaft und Verwaltung sowie an OP-Manager, Technische Leiter und Pflegedirektoren. Ebenso werden Krankenhausapotheker, Krankenhaus-Architekten und -Planer, aber auch Industrievertreter angesprochen. 2013 zog die Plattform für Healthcare-Logistik 610 Fachbesucher aus ganz Deutschland an und etablierte sich damit auf Anhieb als nationale Veranstaltung. Insgesamt 53 Aussteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigten in der begleitenden Industrieausstellung ihre Logistikprodukte und Logistikdienstleistungen.


Ansprechpartner für die Presse

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Fax: +49 341 678 16 65 21
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