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Nachricht vom 16.04.15 | med.Logistica

Mehr Transparenz im OP durch Fallwagen

OP-Logistik der Zukunft auf der med.Logistica

Mehr Transparenz beim Verbrauch, Ausgabenreduktion in der Logistik, ein optimiertes Bestandsmanagement und höhere Versorgungssicherheit gehören zu den Vorteilen einer Fallwagenversorgung in der OP-Logistik. Auf der med.Logistica (6. und 7. Mai 2015), Kongress mit begleitender Fachausstellung in Leipzig, werden diese Vorzüge anhand eines Praxisbeispiels aus dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf analysiert. Zudem wird über die Integration einer Fallwagenlogistik im Universitätsklinikum Tübingen informiert, und die Operationalisierung von Wechselzeitanalysen wird mithilfe der Erfahrungen aus dem Universitätsklinikum Leipzig beleuchtet. Die Vorträge zur OP-Logistik finden am 7. Mai 2015 zwischen 9.00 und 10.30 Uhr statt.

„Durch die Einführung von Fallwagen sowie die damit verbundene Standardisierung des Materials konnten wir zwei Drittel des Lagerbestandes einsparen“, betont André Reinecke, Geschäftsführer der Klinik Logistik Eppendorf GmbH aus Hamburg. „Es gibt nur noch ein zentrales Lager inklusive Sicherheitsreserve und keine dezentralen Lager in den jeweiligen OPs mehr.“ Aus gezielteren Bestellungen resultierten ein geringerer Bestand, minimierte Anforderungen an die Verteilung und es werde weniger weggeworfen. Im Vortrag „Einführung einer Fallwagenversorgung am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf“ auf der med.Logistica am 7. Mai 2015 erläutert der Geschäftsführer, wie die Neukonzeption der Materialversorgung in einem Zentral-OP beim Klinikneubau 2009 in Hamburg realisiert wurde (9.00 bis 9.30 Uhr). „Eine Fallwagenversorgung lässt sich aber genauso im laufenden Betrieb in eine vorhandene Infrastruktur integrieren, darin haben wir ebenfalls einschlägige Erfahrungen“, unterstreicht Reinecke.

Automatisiert und just in time

65 bis 80 höchstkomplexe Operationen pro Tag finden laut André Reinecke in den 16 durch Fallwagen versorgten OP-Sälen in Hamburg statt. „1.300 Stücklisten beziehungsweise Leistungsstandards werden für diesen Zentral-OP im Fallwagen verwaltet“, legt er dar. Alle Daten zum jeweiligen Patienten und der geplanten Operation würden automatisiert übermittelt – dies sind Name, Fallnummer, Eingriffsart und Uhrzeit. „Aus all diesen Angaben wird im SAP-System die Stückliste erzeugt. Zwischen 60 und 80 Fallwagen pro Tag werden erstellt“, so Reinecke. Insgesamt 21 spezialisierte Mitarbeiter seien an sieben Tagen in der Woche dafür tätig. „Dem OP-Personal stehen die Fallwagen just in time zur Verfügung, es wird von der Materialzusammenstellung komplett entlastet und kann sich seinen eigentlichen Aufgaben am Patienten widmen.“ Des Weiteren würden die Wechselzeiten verkürzt.

Absolute Transparenz durch Standardisierung

„Der große Vorteil unseres Systems liegt in der damit einhergehenden Standardisierung“, hebt André Reinecke hervor. Standardisierte Materiallisten seien das A und O, auch wenn Sonderanforderungen von OP-Material möglich seien. „In der Standardisierung liegt für die Krankenhäuser ein Hebel, enorme Kosten zu sparen und ihren Gewinn zu erhöhen“, sagt Reinecke. Die Fallwagenversorgung trage zu einem verbesserten Controlling und mehr Kostentransparenz bei: „Wir können genau feststellen, was jeder Fall kostet, wie viele Sachmittel verwendet wurden und ob zum Beispiel das eingesetzte teure Klammernahtgerät tatsächlich nötig war.“ Für effizientere Strukturen sei diese Transparenz essenziell. „Im Vorfeld müssen Produktportfolio sowie nötige Lagerflächen aber klar definiert und den Bedürfnissen des Krankenhauses angepasst werden“, erklärt Reinecke. Wichtig sei ebenso, alle Mitarbeiter bei diesem logistischen Veränderungsprozess mitzunehmen – Ärzte und Pflegepersonal gleichermaßen: „Jede Fallwagenversorgung ist spezifisch, alle fallwagenspezifischen Prozesse des Krankenhauses müssen angepasst werden.“

Über die med.Logistica:
Die Kongressmesse med.Logistica wird am 6. und 7. Mai 2015 im Congress Center Leipzig zum dritten Mal veranstaltet. Sie richtet sich an Direktoren und Geschäftsführer von Krankenhäusern und Trägergesellschaften, an Bereichs- und Abteilungsleiter für Logistik, Einkauf, Wirtschaft und Verwaltung sowie an OP-Manager, Technische Leiter und Pflegedirektoren. Ebenso werden Krankenhausapotheker, Krankenhaus-Architekten und -Planer, aber auch Industrievertreter angesprochen. 2013 zog die Plattform für Healthcare-Logistik 610 Fachbesucher aus ganz Deutschland an und etablierte sich damit auf Anhieb als nationale Veranstaltung. Insgesamt 53 Aussteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigten in der begleitenden Industrieausstellung ihre Logistikprodukte und Logistikdienstleistungen.


Ansprechpartner für die Presse

freie Journalistin im Auftrag der Leipziger Messe GmbH
Frau Cathrin Günzel
Telefon: +49 (0)178 / 459 1881
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PR / Pressesprecher
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