Kongressvortrag

Prozessmanagement | Bettenmanagement 4.0 - Optimierung des Bettenmanagements in Krankenhäusern

Beschreibung

Aufgabenstellung

Das Krankenhausbett – ein Medizinprodukt mit zunehmend integrierter Technik- und Sensorik – ist von zentraler Bedeutung für die stationäre Krankenversorgung. Trotz zunehmender technischer Unterstützungsleistungen des jeweiligen Einzelproduktes stellt es bei unprofessioneller Reinigung, Lagerung und Wartung auch einen Risikofaktor dar. Darüber hinaus gehen flächendeckend allen Krankenhäusern u.a. durch fehlgelagerte Betten, Transporte durch überqualifizierte Arbeitskräfte, Leerzeiten aufgrund eines ungünstigen Reinigungs- oder Wartungsmanagement oder schlicht durch zu viele und ungenutzte Bettenkapazitäten, Ressourcen verloren. Das, aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), geförderte Projekt „Bettenmanagement 4.0: Mehr Sicherheit und Ressourcen durch Bettenmanagement 4.0 im Krankenhaus“ zielt auf eine ganzheitliche, lebenszyklus- und bedarfsorientierte Prozessoptimierung im Krankenhaus ab. Dazu wird, gemeinsam mit den Anwendern, u.a. eine moderne Hardwareinfrastruktur erarbeitet sowie eine in die Krankenhaus-IT-Infrastruktur integrierbare und herstellerunabhängige Software entwickelt.

Lösungsansatz / Ergebnisse

Auf Grundlage eines klinikübergreifenden SOLL-Prozesses, der die den „Lebenszyklus Bettenmanagement“ entsprechenden Datenstandards, technische Unterstützungssysteme, die Schnittstellen, als auch den Workflow und die anzubindenden IT-Systeme berücksichtigt, erfolgt die Entwicklung eines den gesamten Lebenszyklus eines Bettes integrierenden Softwaresystems. In diesem Kontext wird mit modernen Industrie 4.0 Technikkomponenten auf Bluetooth Low Energy Basis ein System geschaffen, welches Lokalisierung und Statusabfrage von Betten zu jedem Zeitpunkt ermöglicht und die betreffenden Prozesse effizient unterstützt.

Nutzen

Der Nachweis des praktischen Nutzens erfolgt in einer Testphase, welche sich nach einer Pilot- / Prototypentwicklung bis Mitte 2021 hieran nahtlos anschließen soll. Zur med.Logistica werden die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse präsentiert. Hierzu zählen beispielsweise:

• die Vielfalt der Prozessorganisation (zentrale/dezentrale Bettenaufbereitung, …),

• ein idealisierter Soll-Prozess und diesbzgl. Auswirkungen auf Software und Hardwarekomponenten (Fokus: minimaler Mehraufwand in Bezug auf Dokumentation bzw. das Ablegen von Zeitstempeln sowie bei Verknüpfun von Patient und Bett) und

• Ableitung des Optimierungspotenzials in Bezug auf eine minimale Anzahl von sich im Umlauf befindlichen Krankenhausbetten.

Referent:innen:

Benjamin Jagusch
Hochschule Niederrhein
Nico Schnee
Hochschule Niederrhein