BEST PRACTISE

Ortungssysteme | Smart Devices - Die Zukunft in der KH-Logistik?

Beschreibung

Aufgabenstellung

Die Digitalisierung von Krankenhäusern schreitet langsam voran. Ob als smart hospital, digitales Krankenhaus oder Krankenhaus 4.0 bezeichnet, investieren Entscheidungsträger vermehrt in die digitale Infrastruktur der Krankenhäuser. Jedoch ist die IT-Investitionsquote der deutschen Krankenhäuser deutlich niedriger als in vergleichbaren Industrienationen. Dabei ist die Investition in die Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern kann erhebliche Einsparpotentiale (bis zu 12% der gesamten Ausgaben für Gesundheit und Patientenversorgung) erzielen. Die Implementierung von Smart Devices zur Optimierung der Abläufe und Prozesse ist dabei ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Digitalisierung von Krankenhäusern. Der Einsatz der Smart Devices und der damit einhergehenden Chancen und Risiken muss daher besser verstanden und ausgerollt werden.

Lösungsansatz / Ergebnisse

Smart Devices sind Geräte die mit Hilfe von Sensorik und Aktorik dazu befähigt werden mit der Außenwelt über eine Steuerungseinheit digital zu kommunizieren. Über das Internet der Dinge können sich mehrere Smart Devices miteinander vernetzen und Daten direkt miteinander austauschen. Diese Daten, deren Verarbeitung und deren Auswertung führt zu neuen Erkenntnissen für die Nutzer. Smart Devices können im Gesundheitswesen vielfältig eingesetzt und als medizinische, pflegerische oder organisatorische digitale Unterstützungs- und Assistenzsysteme verwendet werden. Das Fraunhofer IML entwickelt für und mit Krankenhäusern verschiedenste Smart Devices, um die internen Prozessabläufe zu vereinfachen und zu verbessern. Im Rahmen des Vortrags sollen Beispiele für Smart Devices und den Einsatz von Sensorik in der Krankenhauslogistik (Smart Bed, Temperatursensor, Tracking-Lable, Motion Mining, etc.) präsentiert werden.

Nutzen

Durch die Ausstattung von Wagen, Betten und Geräten mit Smart Devices wird in erster Linie die Prozesstransparenz erhöht. Am Objekt selber stehen den verschiedenen Nutzergruppen die für sie jeweils relevanten Informationen zur Verfügung. Gleichzeitig können die Smart Devices neben der reinen Bereitstellung von Informationen, weitere je nach Bedarf variierende Eigenschaften haben. Beispielsweise können mit Hilfe der Devices Informationen weitergegeben und somit Prozesse angesteuert (Auftrag zur Bettenaufbereitung), Temperaturverläufe gemessen und aufgezeichnet (Arzneimittel-/ Blutprodukttransporte) oder Standorte innerhalb der Klinik visualisiert (tracking und tracing von Geräten) werden. Der Vortrag zeigt dem Publikum die Chancen, welche mit dem Einsatz von Smart Devices einhergehen. Darüber hinaus wird in Form der Motion Mining Technologie ein Verfahren aufgezeigt, wie durch Sensorik auch Prozessoptimierungen hinsichtlich Effizienz und Ergonomie realisiert werden können.

Referent:innen:

Dr. Sebastian Wibbeling
Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML