Vortrag

Echtzeit-Visualisierung des Erkranktenaufkommens in der zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums Frankfurt mit dem Ziel einer verbesserten Notfallversorgung

Echtzeit-Visualisierung des Erkranktenaufkommens in der ZNA

Beschreibung

In Deutschland zeigt sich ein hohes Aufkommen an Erkrankten in den Notaufnahmen. Insbesondere durch zusätzliche eigeninitiierte Vorstellungen Erkrankter kann es zur Überlastung der Notaufnahmen und langen Wartezeiten kommen. Die zentrale Notaufnahme (ZNA) des Universitätsklinikums Frankfurt (UKF) verbucht über die vergangenen Jahre hinweg einen anhaltenden Anstieg der Behandlungszahlen. Dies stellt das Team aus Pflegenden und das ärztliche Personal vor große Herausforderung: Insbesondere da für viele Erkrankungen wie z.B. den Myokardinfarkt definierte Zeitgrenzen bis zur Diagnosestellung und Einleitung der Behandlung bestehen. Hierfür ist es essenziell, den Überblick inklusive des Standorts über alle Erkrankten in der ZNA und den aktuellen Stand der Behandlung zu kennen (z.B. Laborbefunde, radiologische und sonographische Diagnostik). Ein übermäßiges Aufkommen an Erkrankten kann hierbei zur Blockade der ZNA führen, da alle Mitarbeiter in der primären Notfallversorgung gebunden sind und die Weiterleitung der Erkrankten auf Station oder in die ambulante Versorgung nicht mehr suffizient erfolgt, mit konsekutiver Auslastung der Bettplatzkapazitäten der ZNA. Dies stellt einen relevanten Fallstrick in der Notfallversorgung der Erkrankten in der ZNA dar. Die Möglichkeit einer Echtzeit-Visualisierung des Erkranktenaufkommens und deren Standortdaten stellt hierfür eine Lösungsoption mit großem Potential dar, durch die Möglichkeit der Steuerung des Patientenstroms in der ZNA.

Referent:

Alexander Queck
Medizinische Klinik 1, Universitätsklinikum Frankfurt am Main

Co-Referent:

Dr. Michael von Wagner
Stabsstelle Medizinische Informationssysteme und Digitalisierung, Universitätsklinikum Frankfurt am Main
Anne Synnatschke
Philips Market DACH GmbH