11. und 12. Mai 2022 med.Logistica
13.05.2022 med-logistica

Kliniken sparen 250.000 Tonnen CO2

Die im Projekt „KLIK green“ verbundenen 254 Krankenhäuser und Reha-Kliniken erzielten beeindruckende Ergebnisse bei der Einsparung von Kohlendioxid. Dr. Marc Hoffmann, Leiter der Stabsstelle Umweltschutz am Uniklinikum Jena, präsentierte auf der med.Logistica vorab die wichtigsten Ergebnisse aus dem kürzlich beendeten, groß angelegten Drei-Jahres-Projekt der drei Partner BUND, Krankenhausgesellschaft NRW und Uniklinikum Jena.

Zu den Highlights der med.Logistica 2022 zählten auch die Themen Nachhaltigkeit und klimafreundliche Innovationen. So präsentierte Hoffmann beeindruckende Zahlen, mit denen die Einrichtungen bundesweit über einen Drei-Jahreszeitraum insgesamt rund eine Viertel Million Tonnen Kohlendioxid einsparen konnten.

Das Klima-Projekt ist eine Initiative der drei Partner Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und dem Uniklinikum Jena.

Die teilnehmenden Krankenhäuser und Reha-Kliniken haben in drei Projektjahren klimafreundliche Maßnahmen umgesetzt, die ohne größere Investitionen auskommen mussten.

Allein die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Lampen hat beispielsweise in Jena zu CO2-Einsparungen von 86 Tonnen pro Jahr geführt.

Ein anderes Beispiel: Das Ökumenische Hainich Klinikum gGmbH Mühlhausen konnte jährlich durch die Reduzierung von Speiseabfällen 108 Tonnen und durch die Absenkung der Kesseltemperatur von 105 auf 90 Grad Celsius sogar 185 Tonnen CO2 einsparen – ganz ohne Investment.

Zusätzlich zu den Maßnahmen zur CO2-Reduktion wurden insgesamt 187 Mitarbeiter – vorwiegend aus den Bereichen Technik, Verwaltung und Qualitätsmanagement – zu sogenannten „Klimamanagern“ ausgebildet, damit Nachhaltigkeit sich an den Häusern weiter verstetigen kann, betonte Hoffmann. Die Projektpartner wollen in Kürze den Abschlussbericht veröffentlichen.

Drohnen statt Lieferfahrzeuge

Auf der zweitägigen Messe stellten zudem Drohnenanbieter aus Hamburg und Amsterdam ihre Lösungen vor, um eilige Medikamente, aber auch Blut- und Gewebeproben, elektrisch durch die Luft zu fliegen, statt im Verkehr wertvolle Zeit und unnötiges CO2 zu verbrauchen. Sowohl in Amsterdam als auch in Hamburg werden derzeit Studien zur Alltagstauglichkeit der Drohnen-Logistik durchgeführt.

In der Messehalle und in Kongress-Beiträgen wurden zudem anschauliche Lösungen zur Kreislaufwirtschaft gezeigt sowie Berufskleidung aus Ozeanplastik vorgestellt.

Dr. Marc Hoffmann, Leiter der Stabsstelle Umweltschutz am Uniklinikum Jena, stellt Ergebnisse des "KLIK green"-Projekts vor. Foto: Leipziger Messe
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